Konverterstandort

Für den Konverter muss ein geeigneter Standort gefunden werden, der am Netzverknüpfungspunkt (NVP) Osterath bzw. auch zehn Kilometer oder mehr von dem verbindlichen Netzverknüpfungspunkt entfernt gelegen sein kann.

Amprion führt seit längerem ein transparentes Standortsuchverfahren durch und ist im regelmäßigen Dialog mit dem Rhein-Kreis Neuss und den Kommunen. Ein Gesprächskreis gemeinsam mit Bürgervertretern informiert regelmäßig über den Planungsstand.

Standortsuche

Amprion hat die Bundesfachplanungsunterlagen für den nördlichsten Planungsabschnitt der Gleichstromverbindung Ultranet am 14. September fristgerecht bei der Bundesnetzagentur zur Vollständigkeitsprüfung vorgelegt.

Die Bundesfachplanung entscheidet über einen Trassenkorridor für die Gleichstromverbindung. Ein konkreter Konverterstandort wird in der Bundesfachplanung nicht festgelegt. Der Trassenkorridor muss jedoch einen möglichen Konverterstandort anbinden, so dass die Standortsuche indirekt Bestandteil des Bundesfachplanungsverfahrens ist.
Für Standorte wie die Dreiecksfläche Kaarst, die nicht direkt im Trassenkorridor liegen, muss eine Anbindungsleitung des Konverters zum Trassenkorridor in der Bundesfachplanung festgelegt werden. In den Bundesfachplanungsunterlagen hat Amprion gemäß Untersuchungsrahmen der Bundesnetzagentur einen vertieften Standortvergleich vorgelegt. Dieser Alternativenvergleich musste konkrete Anlagenflächen und Anbindungsleitungsvarianten für fünf Standortbereiche in Kaarst, Meerbusch, Neuss und Willich gemeinsam bewerten.

Osterath im Vergleich am besten geeignet
Im Ergebnis schneidet der Standortbereich am südlichen Ortsrand von Osterath (II/2) am besten ab. Er hat keine vergleichbaren planungsrechtlichen Restriktionen wie die Dreiecksfläche Kaarst und hebt sich durch eine kurze Anbindungsleitung sowie den großen Abstand von ca. 700 Meter zur geschlossenen Wohnbebauung von den anderen Standortbereichen ab.

Die Dreiecksfläche in Kaarst ist aufgrund der Zielausweisung für Kiesabbau als nicht realisierbarer Standort dargelegt. Sie würde im Vergleich aufrücken, wenn über ein Zielabweichungsverfahren die Zielausweisung für Kiesabbau aufgehoben würde. Dies müsste im Hinblick auf den Abschluss der gesamten Bundesfachplanung bis Mitte 2019 sehr kurzfristig erfolgen.

Frage des Konverterstandorts weiter offen
Die Zielabweichung erfordert die Zustimmung des Regionalrats und der Stadt Kaarst. Amprion setzt sich für eine einvernehmliche Lösung mit Kaarst ein. Sollte ein Zielabweichungsverfahren nicht gelingen, setzt Amprion seine Planungen zum Konverterbau in Osterath fort.

Bevor die Unterlagen von der Bundesnetzagentur veröffentlicht werden und Stellungnahmen möglich sind, bietet Amprion ab Oktober vorab Dialogtermine für Anwohner an: Es fanden zunächst drei Termine mit dem Infomobil vor Ort statt. Fragen zur Konverterstandortsuche sollen bei einer Plenumsveranstaltung am 15. November in Neuss behandelt werden.

Übersichtskarte Standort II/2 (südlicher Ortsrand Osterath) und 20 (Dreiecksfläche Kaarst)

Pressemitteilung, 20.9.2018

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