Konverterstandort

Für den Konverter muss ein geeigneter Standort gefunden werden, der am Netzverknüpfungspunkt (NVP) Osterath bzw. auch zehn Kilometer oder mehr von dem verbindlichen Netzverknüpfungspunkt entfernt gelegen sein kann.

Amprion führt seit längerem ein transparentes Standortsuchverfahren durch und ist im regelmäßigen Dialog mit dem Rhein-Kreis Neuss und den Kommunen. Ein Gesprächskreis gemeinsam mit Bürgervertretern informiert regelmäßig über den Planungsstand.

Standortsuche

Amprion hat die Bundesfachplanungsunterlagen für den nördlichsten Planungsabschnitt der Gleichstromverbindung Ultranet am 14. September 2018 fristgerecht bei der Bundesnetzagentur zur Vollständigkeitsprüfung vorgelegt. Die Bundes­netzagentur hat sie geprüft und noch Ergänzungs­bedarf festgestellt. Derzeit überarbeitet Amprion die Unterlagen.

Die Bundesfachplanung entscheidet über einen Trassenkorridor für die Gleichstromverbindung. Ein konkreter Konverterstandort wird in der Bundesfachplanung nicht festgelegt. Der Trassenkorridor muss jedoch einen möglichen Konverterstandort anbinden, so dass die Standortsuche indirekt Bestandteil des Bundesfachplanungsverfahrens ist.
Für Standorte wie die Dreiecksfläche Kaarst, die nicht direkt im Trassenkorridor liegen, muss eine Anbindungsleitung des Konverters zum Trassenkorridor in der Bundesfachplanung festgelegt werden. In den Bundesfachplanungsunterlagen hat Amprion gemäß Untersuchungsrahmen der Bundesnetzagentur einen vertieften Standortvergleich vorgelegt. Dieser Alternativenvergleich musste konkrete Anlagenflächen und Anbindungsleitungsvarianten für fünf Standortbereiche in Kaarst, Meerbusch, Neuss und Willich gemeinsam bewerten.

Osterath im Vergleich am besten geeignet
Im Ergebnis schneidet der Standortbereich am südlichen Ortsrand von Osterath (II/2) am besten ab. Er hat keine vergleichbaren planungsrechtlichen Restriktionen wie die Dreiecksfläche Kaarst und hebt sich durch eine kurze Anbindungsleitung sowie den großen Abstand von ca. 700 Meter zur geschlossenen Wohnbebauung von den anderen Standortbereichen ab.

Die Dreiecksfläche in Kaarst ist aufgrund der Zielausweisung für Kiesabbau als nicht realisierbarer Standort dargelegt. Sie würde im Vergleich aufrücken, wenn über ein Zielabweichungsverfahren die Zielausweisung für Kiesabbau aufgehoben würde. Dies müsste im Hinblick auf den Abschluss der gesamten Bundesfachplanung bis Mitte 2019 sehr kurzfristig erfolgen.

Baugrunduntersuchungen in Osterath
Zur weiteren Detailplanung der Konverteranlage lässt Amprion Mitte Mai 2019 den Boden auf Grundstücken am südlichen Ortsrand von Osterath untersuchen.

Nach der standortunabhängigen Beauftragung der Anlage Ende Oktober 2015 läuft derzeit die so genannte Engineeringphase für die Detailplanung zur Technik und Architektur der Anlage auf dem alternativ zur Dreiecksfläche Kaarst geplanten Standort Osterath (Standortfläche II/2). Die Planungen für die Umrichterstation über 700 Meter vom Ortsrand von Osterath entfernt werden vorangetrieben, da die planungsrechtliche Restriktion, die Zielausweisung für Kiesabbau, auf der favorisierten Dreiecksfläche in Kaarst weiterhin besteht.

Bevor die Unterlagen von der Bundesnetzagentur veröffentlicht werden und Stellungnahmen möglich sind, hatte Amprion Ende 2018 Dialogtermine für Anwohner angeboten. Es fanden zunächst drei Termine mit dem Infomobil vor Ort sowie eine Plenumsveranstaltung in Neuss. Im Januar 2019 nahm AMprion zudem an einer Infoveranstaltung der Stadt Meerbusch in Osterath teil.

Übersichtskarte Standort II/2 (südlicher Ortsrand Osterath) und 20 (Dreiecksfläche Kaarst)

Pressemitteilung, 20.9.2018

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