Osterath – Rommerskirchen

Nutzung der bestehenden Trasse

Auf der circa 30 Kilometer langen Strecke zwischen Osterath und Rommerskirchen wollen wir einen der bestehenden Stromkreise der 380-kV-Freileitungen künftig für den Gleichstromtransport nutzen. Dafür müssen wir am Großteil der Masten in diesem Abschnitt lediglich die Isolatoren austauschen.

Was ändert sich?

Wir benötigen keine zusätzliche Leitung, sondern stellen einen bestehenden Stromkreis an den Masten auf Gleichstrom um. Einige Maste werden dafür baulich verändert, wenige neu gebaut:

In Kaarst müssen voraussichtlich fünf Masten demontiert und neu gebaut werden. Um die Gleichstromverbindung an der Umspannanlage Rommerskirchen vorbeizuführen, sind zwei neue Masten im Bereich der Anlage erforderlich. Zwischen den Anlagen Gohrpunkt und Rommerskirchen müssen wir außerdem einige bestehende Masten erhöhen. Dafür sind jedoch nur kleinere Baumaßnahmen notwendig.

Für die Anbindung der Gleichstromverbindung an die Umspannanlage Osterath bauen wir drei neue Masten in Meerbusch. Ein weiterer neuer Mast ermöglicht in Osterath die Verbindung des Konverters mit der Bestandsleitung.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Im gesamten Planungs- und Genehmigungsverfahren wird die Öffentlichkeit umfassend beteiligt. Amprion wird das Planfeststellungsverfahren im Herbst 2021 für den Teilabschnitt zwischen Osterath und Rommerskirchen bei der Bundesnetzagentur beantragen. Vorab haben wir das Gespräch mit den Kreisen, Kommunen und Verbänden gesucht und eine Infoveranstaltung für Träger öffentlicher Belange im Juni 2021 durchgeführt, um die Planung frühzeitig vorzustellen und Hinweise aufzunehmen. Auch eine Dialogtour für Bürgerinnen und Bürger mit drei  Bürgerinfomärkten in Kaarst, Neuss und Rommerskirchen bieten wir am 29. und 30. September 2021 an.

Die Bundesnetzagentur wird nach Eingang unseres Antrags und einer Vollständigkeitsprüfung der Unterlagen zu einer öffentlichen Antragskonferenz einladen. Auch kann man im Verfahren bei der Bundesnetzagentur im Rahmen der künftigen Auslegung der Unterlagen eine Stellungnahme abgeben. Wer dies tut, kann anschließend an einer gemeinsamen Erörterung mit Amprion und der Bundesnetzagentur teilnehmen bevor die Behörde eine Entscheidung trifft.

Amprion wird im Laufe des Planfeststellungsverfahrens weitere Dialogtermine anbieten.